Dienstag, 10. Februar 2009

Die Ankunft – oder: 3 Stunden von Mestre bis Padova

Zu allererst muss ich eines gestehen: Ich bin mit dem Kopf noch nicht so weit. Ich habe in einer Woche 7 Prüfungen geschrieben, dann nur Besorgungen, Kaffeetratscherl und Wohnungputzen im Schnellgang und weg-Abreise-partenza... Bis ich mir wirklich im Klaren darüber sein werde, dass ich grade mein großes „Erasmus-Abenteuer“ begonnen habe, wird noch ein bisschen Zeit vergehen. Entschuldigung also an alle, bei denen ich mich nicht mehr gemeldet habe, oder denen ich mich irgendwie „gleichgültig“ benommen habe. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich tatsächlich bis zum Sommer nicht mehr in Graz sein werde oder gar: dass ich bis Sommer in Italien studieren werde. Es dauert. Es wird schon kommen.

Samstag 7:30 Uhr war also Abfahrt, erst durch den Nebel nach Kärnten, dann durch Schneefall über die Grenze, durch Regenströme Richtung Venedig und schließlich bei 14 Grad und im Schneckentempo nach Bologna. Zweimal mussten wir die Autobahn verlassen, kein Mensch weiß warum (mein Tipp: Berlusconi wollte Inlineskaten), die signore an der Tankstelle überlegten wen sie verklagen könnten (die Autobahngesellschaft, das Land?), 3 Stunden in der prallen Sonne, 50 km durch irgendwelche überlasteten Landstraßen. Aber nach 11 Stunden im Auto (eine davon um einen Parkplatz im Samstagsverkehr Bolognas zu finden – Samstag ist der einzige Tag der Woche, in der Autos in die Innenstadt dürfen) endlich im Hotel. „Il Canale“, sehr nett und günstig gelegen, reiches Frühstück, orange Teppiche, Tapeten und Bettbezüge. Überhaupt nennt man Bologna zu recht „la rossa“ – das fällt schon beim ersten Spaziergang auf. Was noch auffällt: das enorme Alter der Stadt, richtig mittelalterlich und ... antik, irgendwie. Wäre ich nicht von einer Vorstellung von Italien vorbelastet, die mich glauben macht, es gäbe keine Möglichkeit an billige Gebrauchsgegenstände zu kommen, die einem über die Wochen ausgehen oder kaputt gehen könnten, hätte ich sicher ein Gepäcksstück weniger gebraucht. Aber neben H&M, Zara, Ikea, Nepresso-Shop etc. gibt es auch leistbar aussehende Kosmetikläden und anderes, das mich hier viel willkommener fühlen lässt. Highlight des ersten Tages: der Nike-Shop (Mo!!) – der ein wenig Großstadt-Atmosphäre in das studentische Bologna bringt...

 

Das erste Uni-Erlebnis war eher chaotisch, aber schließlich hab ich’s doch geschafft mich zu registrieren. In VOs war ich bis jetzt nicht, werd ich aber morgen wagen... Ich weiß aber soviel, dass ich keine Anwesenheitspflicht hab und auch nicht angemeldet sein muss für VOs. D.h. ich muss nur ein paar Prüfungen machen und das wars... Hab schon 3 ganz nette Grazer kennengelernt mit denen ich mich zumindest in der ersten Zeit ein bisschen zusammentun kann – ansonsten bin ich ja eher für den sprachlich-kulturellen Lerneffekt bei den einheimischen Bekanntschaften. Allerdings weiß ich noch nicht so recht wie ich mir diese aneignen werde... =)

 

Nächster Punkt: meine Wohnung. Hmmmm.... der erste Eindruck war eher negativ, weil am Foto alles so schön ausgesehen hatte und in Wahrheit aber doch ein bissi viel unaufgeräumt und dreckig war. Aber jetzt hab ich geputzt und ausgepackt, meine Stofftiere, Nagellacke und Schals gekonnt platziert und jetzt sieht’s schon sehr viel gemütlicher aus.

Mehr gibt’s noch nicht zu sagen, ich bin auch, wie gesagt, noch gar nicht so weit mir darüber klar zu werden, dass ich tatsächlich hier studieren werde und so. Und nein, ICH VERMISS EUCH NICHT, ich bin ja kein Baby.... ;-) Ich mein ja nur: sind ja erst 4 Tage!!

 

Gott sei Dank hab ich mal Internet. Fotos kommen bald nach. Viel Spaß beim Posten! Ganz liebe Grüße und viele BUSSIS!!! 

3 Kommentare:

  1. dass die Fahrt nach Bologna mit dem Auto in fünf Stunden unter Einhaltung aller Geschwindigkeitsbegrenzung möglich ist, wurde uns bei der Heimfahrt bestätigt, also lasst euch nicht davon abhalten, Lisa in dieser sehenswerten Stadt zu besuchen! Übrigens der Grund für die Umleitung war ein neu eröffnetes Autobahnteilstück auf welchem man Mestre jetzt großzügig umfährt.

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  2. es zahlt sich auf jeden Fall aus in diese Stadt zu fahren, 1. um Lisa zu besuchen, 2. um die echt sehenswerten Sehenswürdigkeiten zu sehen...und 3. meine Erwartungen haben sich erfüllt: Damenschuhgeschäft, Herrenschuhgeschäft, Kinderschuhgeschäft, Sportschuhgeschäft,... im Wechsel und dazwischen ... ich sag ´s ja sehenswert...:-)

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  3. na dann nichts wie hin...abe rerstwenns richtig schön frühlingshaft warm ist :-)dann gibts schließlich auch schon sommerschuhe.hohoho

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