Samstag, 21. Februar 2009

Ferrara










drei Mädels. vier Tickets. viel Sonne. keine Jacken. ein wenig Kaffeelatte. viel Mittelalter. die Burg der Este. eine Ausstellung über Turner ohne Turner. eine "inoteca" names "weinstube". 20 minuten warten für ein panino semplice. viel hunger. süße mandeln. deutsche pünktichkeit. dolce vita. 

Mittwoch, 18. Februar 2009

La vita è bella

Hallo liebe Leute...
Ich verbringe heute mal einen Abend zu Hause und habe grade das Bedürfnis mich mitzuteilen, obwohl es nicht viel Neues gibt. Mir geht es nach wie vor sehr gut, ich habe immer noch keine Einheimischen kennengelernt, dafür aber immer und immer mehr stranieri - also Erasmus-Studenten und ähnliches. Es ist ne Menge los hier (Insidertipp: L'Aperitivo, um 6/7 Euro ein Getränk inklusive einem rießen Buffett an Pizzette, oft auch Pasta, Tramezzini, etc...), es gibt tolle Bars, Trattorias, Cafès, Parties, Happy Hours, Konzerte usw. und so fort... In den nächsten Tagen wird es sicher Carneval-mäßig rund gehen, aber am Wochenende wollen viele nach Venedig "rüber" (hehe) fahren. Ob ich mir das antun will, weiß ich aber noch nicht, hab gehört, man kriegt nichtmal nen Platz im Zug (und man fährt doch an die 2 Stunden)... Venedig stell ich mir im Frühling außerdem schöner vor.
Bologna liegt so genial, dass man an einem Tagesausflug etliche Städte besuchen kann, was wir auch auf jeden Fall tun werden. Je wärmer es wird, desto weiter zieht es uns wohl, stell ich mir vor... Sobald man an den Strand kann gehts sicher mal ab nach Rimini, ich möchte unbedingt nach San Marino und nach Ligurien (Cinque Terre oder so), an den Gardasee... hach... schön.. ich freu mich richtig, weil es so viel zu tun gibt und ich alle Freiheit der Welt hab und, zugegeben, auch nicht so viel zu tun auf der Uni. Klar werd ich für die Prüfungen lernen müssen, aber dazwischen ist es ein recht angenehmes Leben. =) 
Letzten Samstag war ich, wie gesagt, mit 4 FranzösInnen, einem Norweger und einem Kolumbianer in Modena (ca. 25min) , am Samstag fahren wir vielleicht nach Ferrara (ca. 35 min) und am Sonntagmorgen kommt ja auch schon mein Schatzi =D

Bologna, muss ich sagen, kommt mir inzwischen nicht mehr sehr fremd vor. Vielleicht hat es tatsächlich, atmosphärisch, große Ähnlichkeit mit Graz... Ich bewege mich hier, wie daheim, hauptsächlich zu Fuß und mir kommt alles schon sehr vertraut vor... Ja, es ist fast als ob ich schon ewig hier wäre, als ob es schon ganz "normal" wäre bestimmte Wege zu gehen, Straßen zu überqueren, Geschäfte aufzusuchen. Komisches Gefühl eigentlich. Aber ich bin tranquilla - "gechillt" - es ist nicht so eine große Sache plötzlich hier zu sein und zu bleiben. Komisch, komisch... molto strano ora che ci penso... Ich hab eigentlich kein Heimweh, es ist alles wie immer, nur ein bissi anders.

In der Ferne merke ich immer wieder was für ne "Einzelgängerin" ich doch irgendwo bin. Ich brauch extrem viel Zeit allein und genieße diese total. Mein Zimmer ist mein Reich und ich beschäftige mich stundenlang mit mir selbst und meinem "Graffl" ... haha...
Außerdem fällt's mir irgendwie schwer, mich mit Leuten anzufreunden, nur damit ich irgendwen kenne. Oft gehts mir so, dass ich gleich merke, mit wem ich eigentlich net wirklich was zu reden habe und belass es dabei... das ist schon ok, es finden sich nämlich doch immer auch Menschen, die einem mehr wert werden. Ich glaub, hier hab ich gute Chancen... ;-)

Übrigens (Katie - aufpassen!!), morgen schau ich mir einen HipHop-Kurs in ner Tanzschule an, die mir sympathisch erscheint. Die Sekretärin hat gemeint der Fortgeschrittenen Kurs sei nicht zu unterschätzen, der Lehrer hat irgendeinen englisch-klingenden Namen und sie hat ihn sehr bedacht ausgesprochen (als sollte ich ihn kennen... che ne so...). Also, nächstes Mal mehr darüber =) (Kleiner Exkurs: die Preise sind übrigens extrem hoch, man zahlt hier das doppelte als bei uns für nen Kurs zu 3 Stunden die Woche... also: wenn sich Eltern wiedermal aufregen, einfach kontern: "SOGAR in ITALIEN (wo alles andere eigentlich billiger ist - Exkurs im Exkurs: Cappuccino stets unter 2€, freut mich - zahlt man
 mehr für Tanzkurse als hier!!!")

BACI e ABBRACCI

Sonntag, 15. Februar 2009

"Anti San Valentino" in Modena&Bologna






...um der Valentinstag-Begeisterung der Italiener zu entgehen, machen wir Erasmus-Studenten uns auf den Weg die Region zu erkunden (Bologna liegt insofern mehr als ideal)... 

Freitag, 13. Februar 2009

Bologna, città aperta

Bologna - was soll ich über dich erzählen? Was soll ich von dir halten? Nach einer Woche bist du noch nicht mein zu Hause, obwohl es sich sehr viel länger anfühlt. La rossa, la grassa, la dotta - ein schöner Ort für ein Wochenende, aber, und das meine ich erstmal keineswegs negativ, was tut man hier monatelang? Hm, ich denke, dasselbe fragt man sich auch in Graz, wohlmöglich fühle ich mich also doch bald zu Hause... Es stört mich nicht, dass man die mittelalterliche Altstadt in nur wenigen Stunden abgehen kann, die Frage, die mich vielmehr beschäftigt ist; wie sind die Bolognesen? Wie und wo lerne ich sie kennen? Haben die Sizilianer recht (die einzige Einheimische, die ich bis jetzt kenne, ist nämlich auch Sizilianerin, ursprünglich) - sind die Norditaliener wirklich verschlossener und anscheinend "kälter" als wir "Ausländer aus dem Norden"? Aber, was wissen die Sizilianer schon über Bologna... Glauben sie selbst doch die offensten, warmherzigsten Menschen der Welt zu sein... Und doch... Ich vermisse Sizilien! Erschreckendes Geständnis: ich vermisse Sizilien momentan mehr als Graz. Ja, ich vermisse jene italienische Welt, die ich schon zu bewältigen weiß. Ich vermisse die Straßen, Plätze, Lokale, die ich schon kenne. Aber, wenn ich so darüber nachdenke, eine solche Verbundenheit kommt erst auf, wenn eine Zeit des Abstands dazwischen gelegen hat. Und Bologna ist schön. Ich gebe ihr alle Chancen mein Herz zu erobern. Aber zuerst muss es noch Frühling werden...

Bologna ist alt und jung zugleich. Kreativ. Aber vor allem offen. Offen in einem Sinne, der für mich für Italien völlig neu ist. Es gibt alle Typen von Menschen, alle Stile, alle Haarfarben... keiner dreht sich nach dir um, wenn du nicht Italienisch sprichst oder die falschen Schuhe zur falschen Jacke trägst - nicht, dass MIR das passieren könnte ;-) - (natürlich würde einem das in Rom oder Mailand auch nicht passieren, aber Großstädte sind insofern ja völlig uninteressant, weil unüberschaubar, unentdeckbar im Ganzen, unbegreifbar...).

Momentan verbringe ich die meiste Zeit auf der Uni (letteratura italiana contemporanea ist durchaus interessant, filologia della letteratura momentan noch eher weniger) oder mit Christoph und Elisabeth (die beiden Grazer) in Cafès und Trattorias... Abends gibt es jede Menge Möglichkeiten immer mehr Erasmus-Studenten kennenzulernen, aber wo, wo, wo sind die Einheimischen??? Jedenfalls... Ich weiß noch nicht so recht, wie die nächsten Woche und Monate aussehen werden, wirklich, ich glaub aber, es wird immer interessanter werden. Ich hab auch, zur Abwechslung mal, keinen Stress, keine Eile, ich glaube, 5-6 Monate sind genug Zeit und außerdem bin ich ja, wie ihr wisst, eher der "auf-den-Zufall/das-Schicksal-vertrauende" Typ...
Aber: Kommt mich besuchen!! Jajaja - das wär lustig =) und schreibt mir E-mails, oder Briefe (meine Adresse mag ich nicht ins Internet stellen, aber per e-mail gerne), sms! Momentan bin ich noch sehr s
chreiblustig, dass ihr sicher wieder bald von mir lesen werdet... Bis bald also... a presto! 
Un bacio a tutti!!

Mittwoch, 11. Februar 2009

Dienstag, 10. Februar 2009

Die Ankunft – oder: 3 Stunden von Mestre bis Padova

Zu allererst muss ich eines gestehen: Ich bin mit dem Kopf noch nicht so weit. Ich habe in einer Woche 7 Prüfungen geschrieben, dann nur Besorgungen, Kaffeetratscherl und Wohnungputzen im Schnellgang und weg-Abreise-partenza... Bis ich mir wirklich im Klaren darüber sein werde, dass ich grade mein großes „Erasmus-Abenteuer“ begonnen habe, wird noch ein bisschen Zeit vergehen. Entschuldigung also an alle, bei denen ich mich nicht mehr gemeldet habe, oder denen ich mich irgendwie „gleichgültig“ benommen habe. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich tatsächlich bis zum Sommer nicht mehr in Graz sein werde oder gar: dass ich bis Sommer in Italien studieren werde. Es dauert. Es wird schon kommen.

Samstag 7:30 Uhr war also Abfahrt, erst durch den Nebel nach Kärnten, dann durch Schneefall über die Grenze, durch Regenströme Richtung Venedig und schließlich bei 14 Grad und im Schneckentempo nach Bologna. Zweimal mussten wir die Autobahn verlassen, kein Mensch weiß warum (mein Tipp: Berlusconi wollte Inlineskaten), die signore an der Tankstelle überlegten wen sie verklagen könnten (die Autobahngesellschaft, das Land?), 3 Stunden in der prallen Sonne, 50 km durch irgendwelche überlasteten Landstraßen. Aber nach 11 Stunden im Auto (eine davon um einen Parkplatz im Samstagsverkehr Bolognas zu finden – Samstag ist der einzige Tag der Woche, in der Autos in die Innenstadt dürfen) endlich im Hotel. „Il Canale“, sehr nett und günstig gelegen, reiches Frühstück, orange Teppiche, Tapeten und Bettbezüge. Überhaupt nennt man Bologna zu recht „la rossa“ – das fällt schon beim ersten Spaziergang auf. Was noch auffällt: das enorme Alter der Stadt, richtig mittelalterlich und ... antik, irgendwie. Wäre ich nicht von einer Vorstellung von Italien vorbelastet, die mich glauben macht, es gäbe keine Möglichkeit an billige Gebrauchsgegenstände zu kommen, die einem über die Wochen ausgehen oder kaputt gehen könnten, hätte ich sicher ein Gepäcksstück weniger gebraucht. Aber neben H&M, Zara, Ikea, Nepresso-Shop etc. gibt es auch leistbar aussehende Kosmetikläden und anderes, das mich hier viel willkommener fühlen lässt. Highlight des ersten Tages: der Nike-Shop (Mo!!) – der ein wenig Großstadt-Atmosphäre in das studentische Bologna bringt...

 

Das erste Uni-Erlebnis war eher chaotisch, aber schließlich hab ich’s doch geschafft mich zu registrieren. In VOs war ich bis jetzt nicht, werd ich aber morgen wagen... Ich weiß aber soviel, dass ich keine Anwesenheitspflicht hab und auch nicht angemeldet sein muss für VOs. D.h. ich muss nur ein paar Prüfungen machen und das wars... Hab schon 3 ganz nette Grazer kennengelernt mit denen ich mich zumindest in der ersten Zeit ein bisschen zusammentun kann – ansonsten bin ich ja eher für den sprachlich-kulturellen Lerneffekt bei den einheimischen Bekanntschaften. Allerdings weiß ich noch nicht so recht wie ich mir diese aneignen werde... =)

 

Nächster Punkt: meine Wohnung. Hmmmm.... der erste Eindruck war eher negativ, weil am Foto alles so schön ausgesehen hatte und in Wahrheit aber doch ein bissi viel unaufgeräumt und dreckig war. Aber jetzt hab ich geputzt und ausgepackt, meine Stofftiere, Nagellacke und Schals gekonnt platziert und jetzt sieht’s schon sehr viel gemütlicher aus.

Mehr gibt’s noch nicht zu sagen, ich bin auch, wie gesagt, noch gar nicht so weit mir darüber klar zu werden, dass ich tatsächlich hier studieren werde und so. Und nein, ICH VERMISS EUCH NICHT, ich bin ja kein Baby.... ;-) Ich mein ja nur: sind ja erst 4 Tage!!

 

Gott sei Dank hab ich mal Internet. Fotos kommen bald nach. Viel Spaß beim Posten! Ganz liebe Grüße und viele BUSSIS!!!